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„Abisag Tüllmann ist in Hagen/Westfalen geboren und verbrachte ihre Schul- und Ausbildungszeit in Wuppertal. Sie volontierte bei verschiedenen Photographen, zunächst in Wuppertal, und ab Ende der fünfziger Jahre in Frankfurt am Main bei einem Werbefotographen. In dieser Zeit bekommt sie erste Aufträge von Frankfurter Zeitungen. Seit Anfang der sechziger Jahre arbeitet Abisag Tüllmann als freiberufliche Bildjournalistin. Wichtig für sie sind die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Magnum (Köln) in den Jahren 1961 bis 1965 und die Aufträge von der Wochenzeitung Publik mit ihrer Beilage Publik visuell (Frankfurt am Main) von 1968 bis 1971. Ihre vielen Reisen, unter anderem nach Algerien, Zimbabwe, Südafrika, Tokio, Süd-Korea, Polen, Sambia, Libanon und vor allem nach Israel, in den siebziger und achtziger Jahren unternimmt Abisag Tüllmann einerseits im Auftrag von Zeitschriften wie Zeit und Spiegel, andererseits auf eigene Initiative.

Seit 1964 arbeitet Abisag Tüllmann auch als Theaterphotographin. Sie dokumentiert Inszenierungen des innovativen Frankfurter Theaterfestivals Experimenta (ab 1966).
Dort begegnet sie Claus Peymann, mit dem eine enge Zusammenarbeit entsteht. Abisag Tüllmann photographierte in den folgenden Jahren für die Schaubühne und das Schillertheater in Berlin, das Staatstheater Stuttgart, das Schauspielhaus Bochum, das Burgtheater Wien, das Théâtre de la Monnaie in Brüssel, das Théâtre de Vidy in Lausanne, das Schauspiel und die Oper Frankfurt und seit 1991 für die Salzburger Festspiele.

Seit den siebziger Jahren hat Abisag Tüllmann Lehraufträge als Dozentin für Reportagephotographie der Gesamthochschule Kassel, der Universität Mainz, der Städelschule Frankfurt am Main, der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.

Es entstehen Kontakte zu den Filmemacherinnen Jutta Brückner, Helke Sander und Claudia von Alemann, an deren Filmen Tue recht und scheue niemand (1975), Die allseitig reduzierte Persönlichkeit – Redupers (1977) und Die Reise nach Lyon (1978) sie als Photographin und mit ihren Photographien beteiligt ist. 1993 erhält Abisag Tüllmann den Reinhold-Kurth-Kunstpreis der Frankfurter Sparkasse, 1994 den Sibylla-Merian-Förderpreis des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.“ (MMK FRANKFURT 1995)
Am 24. September 1996 starb Abisag Tüllmann in Frankfurt am Main.


 


PLAKETTE FÜR ABISAG TÜLLMANN

In Frankfurt am Main gibt es die schöne Tradition, Gedenktafeln
an den Häusern anzubringen, in denen bedeutende Persönlichkeiten gewohnt haben.
Angeregt und finanziert von einem Ehepaar aus der näheren Umgebung
wurde in Zusammenarbeit mit der Stiftung eine Bronzetafel geschaffen,
die an Abisag Tüllmanns Wirken in dieser Stadt erinnern soll.
In einer kleinen Feier wurde sie am 6. Oktober 2013 am Haus Oberlindau 51
im Frankfurter Westend angebracht.
 

 
Mario Kramer, Sammlungsleiter im MMK Frankfurt, sprach über
seine Begegnungen mit der „politischen Fotografin“ und
ihrem bildjournalistischen Werk.
Überraschend war die Dramaturgin Jutta Ferbers
vom Berliner Ensemble gekommen.
Sie würdigte in einer spontanen Rede „die größte Theaterfotografin“,
der es oft gelungen sei, in nur einem Bild die Essenz
einer ganzen Aufführung festzuhalten.


Zur Rede Mario Kramers