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   ABISAG TÜLLMANN PREIS

ABISAG-TÜLLMANN-PREIS 2011

Der Abisag-Tüllmann-Preis für künstlerischen Fotojournalismus wurde am
23. Oktober 2011 zum ersten Mal vergeben. Mit diesem Preis will die
ABISAG TÜLLMANN STIFTUNG an die Frankfurter Fotografin Abisag Tüllmann (1935–1996) erinnern, deren Lebenswerk in diesem Jahr in einer großen Ausstellung in Frankfurt (Historisches Museum) und Berlin (Museum für Fotografie) gewürdigt wurde.
 
Mitglieder der Jury waren
Peter Braunholz (Fotokünstler, Kronberg)
Martha Caspers (Historisches Museum Frankfurt)
Mario Kramer (MMK Frankfurt)
Michael Kerstgens (Hochschule Darmstadt)
Barbara Staubach (Fotografin, Frankfurt)

 

 

      Anja Niedringhaus
 

      Anja Niedringhaus
 

      Nathalie Mohadjer
 

      Nathalie Mohadjer
 

      Frederik Busch
 

      Frederik Busch
 

      Enrico Fabian
 

      Enrico Fabian
 

 
Die Jury vergab zwei erste Preise zu je 5000 Euro an die Fotografinnen

A N J A   N I E D R I N G H A U S
N A T H A L I E   M O H A D J E R
 

Eine besondere Anerkennung erhalten die Fotografen

F R E D E R I K   B U S C H
E N R I C O   F A B I A N
 

108 Fotografinnen und Fotografen hatten sich mit 1052 Arbeiten beworben. Erwartet wurden bildjournalistische Arbeiten, die neben ihrer dokumentarischen Bedeutung auch einen künstlerischen Wert besitzen. Die hohe Qualität der meisten eingereichten Fotografien und die Vielfalt der Themen haben die Entscheidung der Jury zwar nicht leicht gemacht, aber einen interessanten Einblick in das breite Spektrum der heutigen journalistischen Fotografie ermöglicht.
Die ausgezeichneten Arbeiten wurden 2012 in der Galerie der Heussenstamm-Stiftung in Frankfurt ausgestellt. Die Preisverleihung fand zeitgleich mit der Ausstellungseröffnung statt.
 
Aus der Beurteilung der Jury und des Vorstands der
ABISAG TÜLLMANN STIFTUNG:
 
Zwei erste Preise

 

A N J A   N I E D R I N G H A U S

*1965, lebt in Kaufungen und Genf, ist aber als klassische Bildjournalistin unbeirrt für Associated Press unterwegs in Krisen- und Kriegsgebieten. Die Fotografien aus den Brennpunkten in Palästina, Afghanistan, Kuweit und Irak erzählen in jedem einzelnen Bild komplexe Geschichten. Mit Mut und großer Sensibilität gelingt es der Fotografin, trotz Angst und Schrecken das Humane im Bild zu finden und festzuhalten.
 

N A T H A L I E   M O H A D J E R

*1979, lebt in Paris und Weimar, wo auch ihre Serie „Zwei Bier für Haiti“ mit Bildern aus einem Obdachlosenheim entstand. Basierend auf dem fotojournalistischen Ansatz entwickelt sie durch die Interaktion mit den Dargestellten ein neues, ganz eigenes visuelles Darstellungskonzept. Dadurch entstehen – gerade in ihrer Ambivalenz zwischen Schwere und Leichtigkeit – sehr berührende Bilder.
 
Zwei Anerkennungen

 

F R E D E R I K   B U S C H

*1974, lebt in Karlsruhe. S23, so nennt der Fotograf seine Serie mit sehr verhaltenen, streng komponierten Bildern aus der Psychiatrie, einer Art „autobiografischem Tagebuch“. Die Grenzerfahrung der eigenen Krise verändert den Blick des Fotografen, der dieser existenziellen Situation auch humorvolle Aspekte abzutrotzen vermag.
 

E N R I C O   F A B I A N

*1982, lebt in Kamenz und Neu Delhi. Seine Reportage „Death for 50 Rupees“ über Drogenabhängige und Medikamentenmißbrauch in Indien ist von hohem sozialen Engagement geprägt und bei großer Nähe zu den Dargestellten niemals ohne Respekt. Die kontrastreichen Schwarzweiß-Fotos stehen damit auch in der Tradition der klassischen humanistischen Fotografie, der sich auch Abisag Tüllmann verpflichtet fühlte.
 
 

Foto im Seitenkopf: Nathalie Mohadjer