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   ABISAG TÜLLMANN PREIS



      Andrea Diefenbach
 


      Kirill Golovchenko
 


      Chiara Dazi
 


      Birte Kaufmann

ABISAG-TÜLLMANN-PREIS 2013

Der Abisag-Tüllmann-Preis für künstlerischen Fotojournalismus wurde
am 8. Dezember 2013 zum zweiten Mal vergeben. Beworben hatten sich
in diesem Jahr fast 100 Fotografinnen und Fotografen mit einem breiten Spektrum an Arbeiten in der Tradition des künstlerischen Fotojournalismus.
 
Mitglieder der Jury waren
Peter Braunholz (Fotokünstler, Kronberg)
Mario Kramer (Leiter der Sammlung MMK Frankfurt)
Michael Kerstgens (Hochschule Darmstadt)
Ulrike May (Kunsthistorikerin, Frankfurt)
Barbara Staubach (Fotografin, Frankfurt)
 
Die Jury vergab zwei erste Preise zu je 5000 Euro
für die dokumentarischen Arbeiten von

A N D R E A   D I E F E N B A C H
K I R I L L   G O L O V C H E N K O

Eine besondere Anerkennung erhalten die Fotografinnen

C H I A R A   D A Z I
B I R T E   K A U F M A N N
 

Die ausgezeichneten Arbeiten wurden in der
HEUSSENSTAMM-GALERIE in Frankfurt ausgestellt vom
25. Februar bis 4. April 2014.
Die Preisverleihung fand zeitgleich mit der Ausstellungseröffnung statt.
 
Aus der Beurteilung der Jury und des Vorstands der
ABISAG TÜLLMANN STIFTUNG:
 
Zwei erste Preise

 

A N D R E A   D I E F E N B A C H

*1974, lebt in Wiesbaden. Mit ihrer Serie „Land ohne Eltern“ bringt sie eine Lebenssituation in Europa nahe, die bisher kaum wahrgenommen wurde.
In eindringlichen Bildern aus Moldawien schildert sie die Abwesenheit der Eltern und die Einsamkeit der Kinder und zeigt mit diesen ‚einfachen’ Bildern ein Thema von großer gesellschaftlicher Relevanz auf.
Sie will „das Große am Kleinen erzählen“ und das ist ihr in formaler und inhaltlicher Hinsicht sehr gut gelungen.
 

K I R I L L   G O L O V C H E N K O

*1974, lebt in Mainz und in der Ukraine. Dort entstand auch seine Reihe „Bitter Honeydew“ , die von Märkten am Straßenrand erzählt, vom harten Überlebenskampf von Menschen aus den Rändern der ehemaligen Sowjetunion, zusammengewürfelt zu einer „vielstimmigen Gemeinde“.
Seine kraftvollen Bilder in formal bestechenden Kompositionen lassen
eine große Nähe jenseits gängiger journalistischer Sehweisen entstehen.
 
Zwei Anerkennungen

 

C H I A R A   D A Z I

kommt aus Italien und lebt in Berlin. Sie hat Wandergesellinnen begleitet und erzählt „a romantic tale of adventure and hope“. Für ihre Serie „Wandertage“ wählte sie bewusst das ‚langsame’, alte Mittelformat. Dadurch entstehen stimmungsvolle Bilder von schöner Tonigkeit in einem bedächtigem Erzählfluss, wie die Walz, fast märchenhaft und doch
ohne romantische Verklärung.
 

B I R T E   K A U F M A N N

*1981, lebt in Berlin. „The Travellers“ heißt ihre Reportage aus Irland, wo sie nomadisierende Familien mit der Kamera begleitete. Mit beobachtender Teilnahme hat sie Bilder vom Alltag einer trostlosen Lebenswelt am Rande Europas aufgenommen. Auch hier kein romantisierender Blick, sondern
eine respektvolle Aufmerksamkeit, die besonders in den Porträtaufnahmen beeindruckt.

Foto im Seitenkopf: Andrea Diefenbach